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Neuigkeiten aus der
Hauck & Aufhäuser Kulturstiftung


September 2020


Liebe Leserinnen und Leser,

als wir Ende Februar 2020 die vierte Ausgabe unseres Newsletters veröffentlichten, war unser Leben noch ein anderes – beruflich und privat. Vier Wochen später hatte das Corona-Virus unsere Gesellschaft fest im Griff. Uns fehlten die sozialen Kontakte. Facetime, Zoom-Sessions oder andere Plattformen waren ein temporäres Trostpflaster gegen die gefühlte und tatsächliche Isolation.

In dieser schwierigen Zeit haben wir uns umso intensiver mit der Erarbeitung der nächsten Aktivblätter für unseren Museumsführer befasst. Die Bewerbung der Kulturstiftung für den Deutschen Kulturförderpreis 2020 war ein weiterer wichtiger Meilenstein in diesem Jahr. 

In dieser Ausgabe berichten wir Ihnen daher, welche Fortschritte unser Projekt gemacht hat und geben Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie in dieser Zeit Vorstandssitzungen von Stiftungen durchführen können. Schließlich werfen wir auch einen Blick auf die Möglichkeiten einer Pro-bono-Rechtsberatung.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!

Rückblick 1. Halbjahr 2020: Unsere Förderungen und die Bewerbung um den Deutschen Kulturförderpreis 2020

Im 1. Halbjahr hat sich unsere Hauck & Aufhäuser Kulturstiftung auf die Erstellung weiterer Aktivblätter für das Kunstmuseum DASMAXIMUM in Traunreut konzentriert.  
Von unserem Projektauftakt und den beiden Aktivblättern für die Werke von John Chamberlain und Georg Baselitz haben wir Ihnen bereits in den beiden vorangegangenen Newslettern berichtet. Das Regionalfernsehen Oberbayern hat es sich nicht nehmen lassen, das Museum und die neuen Aktivblätter in einem kurzen Film vorzustellen. Hier finden Sie den Link zum Film.

Bedingt durch die Corona-Pandemie finden unsere Projekttreffen seit März 2020 via Telefonkonferenzen und Facetime statt. Auf diese Weise konnten wir im ersten Halbjahr 2020 mit der Konzeption und Erstellung der Aktivblätter zu Dan Flavin, Walter De Maria und Uwe Lausen fortfahren. 

Wie schon bei den Aktivblättern zuvor wurden wir von der Kunstpädagogin Susanne Frigge aus Traunstein unterstützt. Das Layout erstellte die Grafik-Designerin Susanne Heißerer aus Rosenheim.
Über die vielen positiven Resonanzen freuen wir uns sehr. Uns erreichen nicht nur kreative und begeisterte Rückmeldungen von Kindern, sondern auch aus Fachkreisen: So ist z. B. Prof. Dr. Johannes Kirschenmann vom Lehrstuhl für Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste München und Mitherausgeber der Fachzeitschrift KUNST+UNTERRICHT auf unsere Aktivbögen aufmerksam geworden und wird – ebenso wie zwei Ausbilderseminare für Mittel- und Grundschulreferendare – mit den angehenden Lehrkräften im Wintersemester eigens nach Traunreut kommen, um das Konzept vorzustellen und zu testen.

Kürzlich waren Kinder aus der psychosomatischen Abteilung des Klinikums Traunstein einen Vormittag zu Gast, um sich mit dem Aktivbogen John Chamberlain zu beschäftigen. Sie kamen spontan in der Woche darauf noch einmal ins Museum, um sich mit dem Dan Flavin-Bogen der Lichtkunst zu nähern.
Auch in das Kinder-Ferienprogramm der Stadt Traunreut wurden unsere Aktivblätter aufgenommen. Darauf sind wir sehr stolz, zeigt das doch einmal mehr, dass die Arbeit unserer Stiftung den Alltag der jüngeren Generation über den schulischen Rahmen hinaus bereichert. 

Aktuell sammeln wir bereits weitere Ideen und konzipieren die nächsten beiden Aktivblätter zu Joseph Beuys und Imi Knoebel, deren Fertigstellung wir für Ende Sommer planen. Dem kleinen Merlin haben die Aktivblätter schon jetzt viel Freude bereitet.

Bewerbung für den Deutschen Kulturförderpreis 2020

Mit unserem Projekt haben wir uns überdies im Juni für den Deutschen Kulturförderpreis 2020 beworben. Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e. V. und das Handelsblatt verleihen 2020 bereits zum 15. Mal zusammen mit dem ZDF und weiteren Partnern den Deutschen Kulturförderpreis. Die Auszeichnung würdigt das vielfältige Kulturengagement von Unternehmen und unternehmensnahen Stiftungen in Deutschland und stellt es einer breiten Öffentlichkeit vor.

Dafür werden folgende Bewertungskriterien herangezogen:  
  • Kulturelle und gesellschaftliche Relevanz des Projekts
  • Kreativität des Förderkonzepts
  • Nachhaltigkeit und Wirkung des Projekts
  • Risikobereitschaft des Förderkonzepts
  • Innovativer Wissenstransfer zwischen Unternehmen, kultureller Institution, Künstler und Öffentlichkeit
Warum wir uns beworben haben?

Mit unseren offenen Fragen wecken wir die Neugier der kleinen Museumsbesucher und regen zu einer intensiven Beschäftigung und neuen Perspektiven an. Kleine Aufgaben mit dazu in den Arbeitsblättern enthaltenen Materialien verleiten zum spielerischen Ausprobieren, Basteln und Kreativwerden. Statt eines schnellen Rundgangs durch ein klassisches Museum voller belehrender Informationstafeln wird der Museumsbesuch zu einem echten Kunsterlebnis, das länger nachwirkt. Entweder schon während des Museumsbesuchs oder wenn die Kinder die Bögen anschließend mit nach Hause nehmen, kann ein Dialog innerhalb der Familie oder mit Freunden entstehen. Dadurch erhalten die Erwachsenen die Möglichkeit, wie die Kinder Gegenwartskunst auf intuitive Weise zu erfahren.  

Auch Lehrkräfte, die der Herausforderung zeitgenössischer Kunst gegenüberstehen, finden mit den Aktivbögen eine praktische Hilfe und Material zur Weiterarbeit im Unterricht. Gerade in der jetzigen Phase der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen finden unsere Aktivblätter bei Schulklassen in Traunreut gute Verwendung.

Ausblick 2021
  

Die Erstellung des Museumsführers für Familien werden wir voraussichtlich zum Ende des Jahres 2020 beendet haben. Anschließend ist ein großes Fest geplant, um unsere Aktivblätter auch "offiziell" an die Schülerinnen und Schüler, die Familien und Freunde zu bringen. Vor dem Hintergrund weiterhin geltender Einschränkungen für das gesellschaftliche Leben durch die COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Unsicherheiten und Auflagen für die Durchführung von Veranstaltungen können wir unsere Planungen aktuell jedoch noch nicht abschließen.

Übrigens: Die Ideenfindung für unser nächstes gemeinnütziges Projekt 2021 ist in vollem Gange.

Wissenswertes für Stiftungen: Vorstandssitzungen in Zeiten der Corona-Krise

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen sowie bestehender Abstands- und Hygieneregeln war und ist es Stiftungen in den vergangenen Wochen und Monaten nicht immer möglich, Vorstandssitzungen in gewohnter Art und Weise durchzuführen. Moderne Alternativen zur gewohnten Vorstandssitzung sehen Satzungen oder Geschäftsordnungen selten vor. Hier half der Gesetzgeber.

Das Gesetz über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der Covid-19 Pandemie sieht vor, dass Sitzungen durchgeführt werden können, ohne das sich die Mitglieder zusammenfinden müssen. Hierfür eignen sich virtuelle Sitzungen, etwa via Skype, Zoom oder andere Plattformen. 

Obwohl der entscheidende Paragraph mit „Vereine & Stiftungen“ überschrieben ist, bleibt ein gewisses Maß an Rechtsunsicherheit, ob die dort genannten Erleichterungen (1) auf Vorstandssitzungen von Stiftungen und (2) auch für andere Stiftungsgremien analog anwendbar sind. Es empfiehlt sich daher, vor jeder Beschlussfassung vorsorglich die Zustimmung aller Organmitglieder zum erleichterten Verfahren einzuholen. 

Wichtig für Sie: Das Gesetz gilt bis zum 31.12.2020 und die gefassten Beschlüsse müssen protokolliert werden, um nachweisen zu können, dass die Sitzungen auch tatsächlich durchgeführt worden sind. Zudem sollten Stiftungen die neuen Formen der Willensbildung erproben und in ihren Satzungen „virtuelle Versammlungen“  berücksichtigen, damit die neuen Formen der Willensbildung auch 2021 möglich sind und nicht auf den status quo ante Corona zurückfallen.

UPJ Pro-bono-Rechtsberatung 

Zum Abschluss möchten wir alle gemeinnützigen Stiftungen kollegialiter auf die Möglichkeit einer UPJ Pro-bono-Rechtsberatung hinweisen. Gemeinnützige Stiftungen können sich dort für eine kostenlose Rechtsberatung anmelden. Der Verein UPJ verbindet über 40 Kanzleien in seinem Netzwerk und stellt den Kontakt zwischen NPO und Kanzlei her, sobald sich eine Kanzlei auf das Mandat bewirbt.  

Der Vorteil der UPJ Pro-bono-Rechtsberatung: Für die NPO ist die Rechtsberatung kostenlos. Die Mitarbeiter der Kanzleien können sich in weitere Themenbereiche einarbeiten und fortbilden. Zudem bietet sich ihnen die Möglichkeit, ihr Netzwerk zu erweitern und potentielle Kunden kennenzulernen.

Näheres hierzu finden Sie unter probono-rechtsberatung.de. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei weder um einen Ratschlag noch um eine Empfehlung handelt. Eine Haftung für diesen Hinweis und die angebotene Dienstleistung übernehmen wir daher nicht.



Karen Krämer

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Hauck & Aufhäuser Kulturstiftung 
+49 (0) 69 2161-1442
info@ha-kulturstiftung.com


So können Sie stiften
 

Haben auch Sie Interesse an einer Unterstützung unserer Stiftung? Die Hauck & Aufhäuser Kulturstiftung ist eine als gemeinnützig anerkannte, rechtsfähige Stiftung des privaten Rechts. Selbstverständlich ist Ihre Spende oder Ihre Zustiftung steuerlich abzugsfähig. Auch eine Zuwendung durch Testament ist möglich. Bei Interesse an der Zuwendung einer Spende oder Zustiftung wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsführerin, Frau Karen Krämer. Sie steht Ihnen gerne für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. 

Spendenkonto

Hauck & Aufhäuser Kulturstiftung
IBAN: DE 16 5022 0900 0007 3888 87
BIC: HAUK DE FF

Über die Hauck & Aufhäuser Kulturstiftung:
In der 2008 gegründete Hauck & Aufhäuser Kulturstiftung bündeln wir unser Engagement und Aktivitäten im kulturellen Bereich. Die Stiftung würdigt insbesondere außerordentliche Leistungen in den Bereichen Kunst, Musik und Literatur sowie Wissenschaft und Bildung.
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